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Was ist Schamanismus, und was macht ein Schamane?

 

Über die genaue Definition des Schamanismus herrscht selbst in Expertenkreisen Uneinigkeit. Allein die Wortherkunft des Begriffs „Schamane“ ist nicht eindeutig geklärt.

In meinem Wortschatz findet er Verwendung, weil ich damit meine Arbeit am ehesten umschreiben kann und von meinen Inneren Instanzen als Schamanin bezeichnet werde, bzw. als solche initiiert wurde.

 

Ich bin keine Anthropologin und habe – ganz bewusst – sehr wenig „schamanische“ Literatur konsumiert. Deswegen kann und will ich die Frage: „Was ist denn ein Schamane, und was machst du da eigentlich genau?“ nur aus meiner persönlichen Sichtweise beantworten, die aus gelebter Erfahrung entstanden ist.

 

Die Grundzüge schamanischer Aktivität sind weltweit festzustellen, obgleich es (bisweilen beträchtliche) kulturelle Unterschiede gibt.

Schamanismus ist keine Religion, obwohl er traditionellerweise an bestimmte Glaubenvorstellungen des jeweiligen Kulturkreises geknüpft ist.

Dies aus dem Grund, weil er die typischen Merkmale einer Religion nicht aufweist (= hierarchische Strukturen, Dogmen, Anhängerschaft / Glaubensgemeinde).

Schamanen können glauben, was sie wollen und müssen keine festgelegte Lebensweise vertreten – und das gilt auch für Diejenigen, die einen Schamanen aufsuchen.

 

Sehr allgemein könnte man sagen: Schamanische Methoden sind spirituell-aktive Techniken zum Lösen irdischer Probleme, und Derjenige, der sie - nachdem er für diese Arbeit ausgewählt, erfolgreich ausgebildet und initiiert wurde - zum Wohle der Allgemeinheit anwendet, ist ein Schamane.

 

Um die prinzipielle Vorgehensweise eines Schamanen (bitte im gesamten Text die weibliche Entsprechung dazudenken) und die Wirkungsmechanismen der schamanischen Techniken zu verstehen, muss man von folgendem Modell ausgehen:

Parallel zu der als Lebewesen bewusst erfahrbaren materiellen Ebene der Wirklichkeit gibt es weitere, „feinstofflichere“, die nicht unmittelbar wahrnehmbar aber dennoch wirksam sind.

Diese verschiedenen Ebenen befinden sich in ständiger Interaktion miteinander, da sie aus ein und derselben „Substanz“ bestehen, die sich lediglich in unterschiedlicher Qualität / Frequenz / „Dichte“ manifestiert.

Diese Substanz, die im Ursprung nicht materiell aber dennoch dynamisch ist, nenne ich Energie, und zusammengenommen ergibt sich ein alles mit allem verbindendes Feld, das unabhängig von Zeit und Raum existiert.

 

Der Schamane versteht die verschiedenen Realitätsebenen als Welten, bzw. gleichberechtigt nebeneinander stehende Wirklichkeiten (= wirk-lich, es wirkt), und handelt als Vermittler zwischen ihnen.

Er bereist die nicht unmittelbar wahrnehmbaren Welten, um sie im Hinblick auf ein erwünschtes Resultat mit der materiellen Ebene in Einklang zu bringen.

Dabei wirkt er letztendlich mittels der ihm zur Verfügung stehenden Techniken auf das Energiefeld ein, dessen Schwingungsmuster er an der „Problemstelle“ wieder in Ordnung bringt, bzw. verändert / zielorientiert optimiert.

Nun ist Energie allerdings ein un(be-)greifbares Phänomen, weswegen sich der Schamane in Bilderwelten bewegt, die der jeweiligen Struktur der aufgesuchten Wirklichkeitsebene entsprechen.

Somit weiß er, was er da „anfasst“ und mit welchem voraussichtlichen Ergebnis.

 

Wie individuell verschieden Schamanen hierbei vorgehen, zeigt die Aussage eines Schamanen aus Nepal sehr schön. Dieser wurde in einer Fernsehsendung gefragt: „Was macht man denn als Schamane nun ganz genau?“

Er antwortete: „Also ich arbeite sehr stark mit der Kraft von Liedern. Aber mein Kollege im nächsten Dorf, ein paar Kilometer weiter, macht das alles ganz anders.“